Archiv für November 2012

„Roller Girl“ – ein toller Film für starke Frauen und für die, die es noch werden wollen

Mittwoch, 28. November 2012

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„Roller Girl“ ist das wundervolle Regiedebüt von Hollywoodstar Drew Barrymore, die so auf unterhaltsame Weise Frauen bestärkt, den Mut zu finden anders zu sein. Der Film zeigt sehr schön, wie der Sport Roller Derby dazu führen kann, Selbstvertrauen ? auch in anderen Lebensbereichen ? zu gewinnen. So können dann die eigenen Wünsche mit der gleichen Dynamik umgesetzt werden, die auch dem Sport inne wohnt. Roller Derby ist nicht nur ein Sport, sondern ein Lebensgefühl ? in dem ein selbst gewählter Name wie eine entsprechende Aufmachung dazu gehören.

Auch wenn hierzulande für Mädchen Cheerleader und Schönheitswettbewerbe nicht allzu verbreitet sind, so werden hier ebenfalls Mädchen häufig von Klein auf dazu angehalten, die üblichen Rollen-Klischees zu erfüllen. Als Mutter habe ich allzu oft mitbekommen, wie kleine Jungens völlig sinnfrei auf irgendwas einschlagen und nur belächelt werden ? ?sind halt Jungens? ? und daher ungehindert weiter machen dürfen. Mädchen dagegen werden sogleich vom Weitermachen abgehalten und es wird ihnen dabei vermittelt, dass das Mädchen so etwas nicht machen. Und das geht dann im Kindergarten weiter, wo beim gemalten Berufswunsch Mädchen schnell mal als Alternative zum Arzt die Krankenschwester präsentiert wird und natürlich hört das Vermitteln von Klischees auch in Schulen nicht auf ? meist geschieht das gar nicht einmal bewusst und mit böser Absicht.

Aber zurück zu dem wirklich gelungen Regiedebüt ? bemerkenswerte dabei ist, dass Drew Barrymore, obwohl sie im Film mitspielt, sich jedoch nicht in den Vordergrund drängt, sondern die Bühne für Ellen Page frei lässt, die auch hier wieder wie bereits in „Juno“ brilliert. Ebenfalls überzeugt Oscar-Preisträgerin Marcia Gay Harden („Into the Wild“) als liebende, aber etwas übereifrige Mutter. Ebenso spielt Juliette Lewis ihre Rolle wirklich genial, obwohl ich ihr gegenüber skeptisch eingestellt bin, da sie Scientology-Anhängerin ist.

Bliss ? verkörpert von Ellen Page ? hat genug von den Schönheitswettbewerben, zu denen ihre Mutter sie drängt und taucht lieber in eine ihr neue und unbekannte Welt ein ? die Welt der vorlauten Roller Girls. Wundervoll, witzig und einfach mal was anderes als die typischen Hollywood Produktionen.

Den Trailer und viele weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Filmes.

Wer mehr über den in Deutschland relativen jungen Frauensport Roller Derby erfahren möchte, kann dazu auch den Artikel anlässlich der EM in diesem Jahr lesen, hier werden auch kurz die Regeln beschrieben.

Auch wer sich nicht für den Sport interessiert, sollte unbedingt diesen tollen Film schauen. Viel Spaß allen dabei!

Kostenloses Rezensionsexemplar ?Scharfe Cupcakes ? Veggie, Vegan, Fisch, Fleisch? für alle, die darüber schreiben möchte, aber nur heute bei Amazon

Mittwoch, 14. November 2012

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Heute können alle, die Lust haben, an der exklusiven Aktion zu „Scharfe Cupcakes: Veggie, Vegan, Fisch, Fleisch“ mitmachen. Ihr schreibt einfach darüber, sei es Online oder in einem Print-Medium, ob bei Twitter, in eurem Blog oder direkt bei Amazon. Dazu könnt Ihr euch das E-Book kostenlos bei Amazon herunterladen ? aber eben nur heute. Schreiben könnt Ihr natürlich, wann Ihr wollt.

Einige Links zu den schönsten Rezensionen werde ich in eine spätere Version unseres Buches einbinden.

Hier der Link zu „Scharfe Cupcakes ? Veggie, Vegan, Fisch, Fleisch“ bei Amazon, dort könnt Ihr es auch kostenlos herunterladen.

Gerne könnt Ihr eure Freunde und andere auf diese exklusive Aktion aufmerksam machen. Schreibt also darüber oder leitet einfach die E-Mail an Freunde und Bekannten weiter.

Allen viel Spaß bei der Aktion und danke für euer Mitmachen

Katharina Saheicha

Der bewegende Film ?My Week With Marilyn? endlich auf DVD

Donnerstag, 8. November 2012

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Marilyn Monroe huldigte einst einem amerikanischen Präsidenten mit dem Song „Happy Birthday, Mr. President“, gestern wurde ein Präsident wieder gewählt, der 1962 nicht mal denkbar gewesen wäre. Congratulations, Mr. President!

Der hervorragende Film „My Week With Marilyn“ spekuliert nicht über die Ereignisse zwischen Marilyn Monroe und den Kennedys, sondern gewährt einen Einblick in die Persönlichkeit von Marilyn Monroe, der bisher von dem Bild der hübschen ? aber einfältigen ? Blondine verdeckt wurde.

Der Film „My Week With Marilyn“ beruht auf dem gleichnamigen ? angeblich autobiografischen ? Buch von Colin Clark, der im Film „Der Prinz und die Tänzerin“ dritter Regieassistent war und von seiner Begegnung dabei mit Marilyn Monroe berichtet. Wie weit diese Autobiografie nur die üblichen Wunschphantasien eines Mannes sind, kann nicht mehr geklärt werden, aber das ist auch nicht wirklich wichtig, wenn man es einfach nur als Aufhänger betrachtet für einen interessante Sicht auf Marilyn Monroe und einen tollen Film über eine viel zu früh verstorbene Frau und Ihr Leben, die obwohl sich Ihr Todestag dieses Jahr zum fünfzigsten Male jährte, weiterhin allen ein Begriff ist.

Dieser sehenswerte Film überzeugt mit brillanten Schauspielern. Marilyn Monroe wird ganz fantastisch von der ausgezeichneten Schauspielerin Michelle Williams verkörpert, die die Körpersprache von Marilyn Monroe ganz wunderbar verinnerlicht hat. Aber nicht nur sie ist es, die den Film so sehenswert macht. Auch Judi Dench strahlt wie so oft in Ihren Filmen Wärme und Stärke aus. Auch Emma Watson überzeugt in ihrer Rolle. In dem Film „Der Prinz und die Tänzerin“ spielte Marilyn Monroe an der Seite von Laurence Olivier, während der gesamten Dreharbeiten gab es Spannungen zwischen den beiden Berühmtheiten. Obwohl Kenneth Branagh äußerlich keinerlei Ähnlichkeit mit Laurence Olivier hat, konnte man keinen besseren für die Rolle wählen. Kenneth Branagh wurde durch seine Darstellung in Henry V. und seinen zahlreichen Shakespeare Verfilmungen bekannt. Auch Laurence Oliver wurde als Shakespeare Darsteller berühmt. Der Trailer kann auf der offiziellen Homepage zum Film www.myweekwithmarilyn.de angeschaut werden.

Neben ihrer Medikamentenabhängigkeit, ihrem ständigen Zuspätkommen, Ihren Fehlgeburten in der Ehe mit Arthur Miller und Ihrer lieblosen Kindheit, die sie in zahlreichen Pflegefamilien und im Kinderheim verbracht hat, wird auch gezeigt, dass sie es trotz allem geschafft hat erfolgreich zu sein ? sogar eine eigene Produktionsfirma gründete, mit der sie „Der Prinz und die Tänzerin“ drehte.

Obwohl sich zu dieser Zeit die Öffentlichkeit bereits mehr für sie interessierte als für die Männer um sie herum, behandelten diese sie zumeist herablassend und zurechtweisend. In seinem Tagebuch, das Marilyn Monroe wohl auch gelesen hat, bezeichnete Arthur Miller sie als „hilflose Kindfrau, für die er nur Mitleid empfindet“. Auch wenn sie im Film äußerte, Kinder mit Arthur Miller haben zu wollen und ebenso häuslicher für ihn zu werden ? eben eine „gute Ehefrau“ ? so liebte sie ihren Erfolg und dieses Leben, für das sie hart gearbeitet hat. Als im Film Colin Clark, gespielt von Eddie Redmayne, ihr anbietet, sie aus diesem Leben zu befreien und sie zu heiraten, lehnt sie das Leben als nur Ehefrau ab. Auch wenn es nicht einfach für sie als Frau war, Erfolg zu haben und es ihr nicht wirklich gegönnt wurde, diesen zu genießen, so wollte sie dieses Leben führen, trotz aller Schwierigkeiten und Härten. Sie wollte nicht das aufgeben, was sie durch ihre eigene Leistung erreicht hatte. Sie war nicht schwach, sondern stark und das vermittelt der Film auf beeindruckende Weise.

Dieser so oft verdrängte Aspekt von ihr, der nicht in das Klischee des dummen, blonden Sexsymbols passt, ist auch ein wichtiger Aspekt dieser erfolgreichen Frau. Wie so immer hat Alice Schwarzer in ihrem liebevollen Artikel zum 50. Todestag von Marilyn Monroe, so treffend geäußert „Kopf oder Körper, eines von beiden. Da hat eine Frau sich zu entscheiden.“. Aber Marilyn Monroe wollte sich nicht entscheiden.